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Geschichte der FF Oldenburg


Spärlich, ja allzu spärlich sind die Aufzeichnungen über die Anfänge der Oldenburger Freiwilligen Feuerwehr. – Die Niederschriften in den Protokollbüchern geben kaum Aufschluss über das Werden und Wachsen dieser uneigennützigen Kameradschaft.

Soweit es möglich war, Wissenswertes „aufzustöbern“ und zusammenzutragen, soll es nachstehend (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) wiedergegeben werde: 

Der Geburtstag der Oldenburger Wehr, der ältesten des alten Oldenburger Kreises ist der 19.November 1869. In der Stadt gab es damals an die 700 Gebäude, davon 350 Wohnhäuser mit annähernd 2.500 Einwohnern. 

Mitglieder des im Jahre 1865 gegründeten „Oldenburger Männerturnvereines Jahn“, denen die Lütjenburger Turner-Feuerwehr als Vorbild diente, waren die Gründer der Wehr. Zu ihrem „Kommandeur“ wählten sie den Gastwirt Wilhelm Engel, “bei welchem sich diejenigen, die sich bei der Turner-Feuerwehr beteiligen wollen, zu melden haben“ und zu dessen Stellvertreter August Richter. Das Mindestalter der Bewerbung betrug 25 Jahre. – Der Magistrat der Stadt hatte am 14.11.1869 beschlossen, dem „hiesigen Männerturnverein“ eine Beihilfe von 1000 Mark Crt. zur Errichtung einer freiwilligen Turner-Feuerwehr zu bewilligen und außerdem „aus der Stadtkasse 150 Taler (= 450 Mark) zur Deckung der Kosten für eine Spritze zu leihen“.

Über die Stärke der Wehr in ihren Anfängen sind keine Aufzeichnungen vorhanden, zumindest nicht bekannt. Doch dürfte sie , außer dem Hauptmann, 34 Mann betragen haben.
Nachstehend aufgeführt die „1.Mitgliederliste“ der Aktiven. Aus welchem Jahr genau sie stammt, ist nicht vermerkt.

 


Richter, A.

Rohwedder, C.

Dikmann, C.

Langfeld, C.

Langemann * 

Knoop

Sievers, J.

Petersen

Schuhmacher *

Piehl, A. *

Giese jun., Töpfer *

Schröder, Weber

Gössel, F. *

Bleß

Schröder, Drechsler * 

Kornmacher

Femerling

Langfeld, Sattler

Rüssau, M. *

Levezeu

Prieß, Rademacher

Bauer, Maurer

Berg, C.

Popp, Rademacher

Goosmann *

Nagel

Boller, jun.

Scheel

Dähn *

Thomsen *

Remme *

Hansen *

Grage *

Kriedt

 

*) = Austritte (bis 1900), dafür wurden aufgenommen :

 


Stengel 

Hansen, C.

Storm, H.

Friedebeck

Gilleball

Piehl, H.

Wolters

Beher

Schröder, Maurer 

Schütt, Ch.

Kraft

Boht

Weil

 

 

Bereits vor der konstituierenden Versammlung im November wurde im April 1869 vom Oldenburger Turnverein beschlossen, eine Schlauchspritze und zwar „für einen Preis von 2100 Mark“ die „Stadtspritze II „ des Fabrikanten Carl Metz, „welche als der beste Apparat bekannt geworden ist“, in Heidelberg zu bestellen.

Am 28. Oktober 1869 traf die Spritze per Bahn in Neustadt ein. Dort wurde sie von den Oldenburger Turnern abgeholt und „am Freitag, den 29.Oktober nachmittags in Anwesenheit des Magistrats in einer öffentlichen Probe am "Schmütztor“ vorgeführt. Diese erste Spritze trug auf der einen Seite das Oldenburger Stadtwappen und auf der anderen Seite die Schriftzeile „Oldenburg i. Holstein 1869“. Untergestellt wurde die Spritze in einem „bereitwillig hergegebenen“ Schuppen auf dem Grundstück von Wilhelm Engel, und „um sie vor Staub zu schützen, wurde ein passendes Stück Leinen, das mit Öl zu tränken ist“ angeschafft. – Wehrführer Engel erhielt vom Chef des Hauses Carl Metz ein Signalhorn als Geschenk, das 1905 von seinem Enkel „zum  persönlichen Gebrauch für jedesmaligen Hauptmann“ der Wehr gestiftet wurde.

Soweit die Entstehungsgeschichte der Oldenburger Freiwilligen Feuerwehr. Schon bald nach der Gründung löste sie sich aus dem Turnverein und führte fortan ihr eigenes Dasein.

Im März 1876 wurde beschlossen, neben den aktiven Mitgliedern auch soziale (passive) Mitglieder mit einem Jahresbeitrag von 3 Mark aufzunehmen. Von diesem Geld sollten „Feuerwehrzeitungen angeschafft, kleine Ausgaben und die Musikkosten für Winterball“ bestritten werden. Das Ergebnis dieser ersten Werbung waren 124 Bürger als passive Mitglieder. – Im gleichen Jahr wurde auch ein „Ehrengericht“ gewählt, mit Wilhelm Engel als Vorsitzender sowie Christian Rohwedder, August Hansen als Beisitzer, das über Klagen, Ausschlüsse aus Wehr und ähnlichem zu verhandeln und entscheiden hatte.

Nach jahrelangem Bemühen erhielt die Wehr im April 1880 die Genehmigung, auf dem damaligen Turnerplatz ihr erstes Steigergerüst zu errichten.

Unter dem 5. Februar 1882 ist nachzulesen: „... die Wehr um 4 Personen zu vermehren, und besteht dann die Wehr aus 40 Mann, sowie die Uniformstücke für diese anzuschaffen“. -  Zur Ausbildung gehörte damals auch das Fußexerzieren, „wobei als Soldat gediente Kameraden als Lehrer fungierten!

In diesem Jahr wird erstmals die „Patsche“, das war ein kurzer Stil mit „einer Art Besen von starker Leinwand“ am unteren Ende und der Dachhaken erwähnt. Dies war eine lange Stange mit einem großen Haken an einem Ende und einem eisernen, ebenfalls an einem Haken befestigten Ring. Der Haken wurde in den Dachfirst eingeschlagen, so dass der Steiger dann, die Stange fassend, die Dachschräge hochklettern und nach Absicherung mit der an seinem Gurt befestigten und durch den Ring gezogene Leine „wie eine Katze auf dem Dach laufen“ konnte. Im März 1890 konnte mit der Errichtung eines „provisorischen Steigerturms“ auf dem der Oldenburger St. Johannis-Gilde gehörenden Schützenplatz begonnen werden. Mit dem Bau (für ca. 320 Mark), der zirka ein halbes Jahr dauerte, wurde der Zimmermeister Hansen beauftragt.

Per 31.12.1894 hatte die Oldenburger Feuerwehr 40 aktive Mitglieder. Davon waren 4 Männer Führer, 4 Steiger, Rohrführer und Retter. Die Spritzenmannschaft bestand aus 27 Leuten und 5 Personen dienten als Hornisten.

Die Freiwillige Feuerwehr Oldenburg war im Besitz von 4 Steigleitern, 4 Laternen, 3 Signalhörnern, 2 Trommeln und einem Nebelhorn. Insgesamt standen 60 Meter Schlauch, davon waren 4 Meter Hanfschläuche, 2 Meter gummierte Hanfschläuche und 54 Meter Lederschläuche zur Verfügung.

 

Aktive Mitglieder brauchten keinen Jahresbeitrag zu zahlen. Passive Mitglieder zahlten jährlich 3 Mark. Der Kassenstand zählte 127 Mark.

 

Chronik der FF Oldenburg in Holstein

 

Am 23.08.2003 wurde im Rahmen einer kleinen Zusammenkunft die Chronik der Oldenburger Feuerwehr vom Chronisten Günther Wulf an Wehrführung übergeben. Der "alte" Schriftführer hat mit Hilfe noch einiger Zeitzeugen und Kameraden aus der Reserve- und Ehrenabteilung die Geschichte der Wehr von der Anfangszeit bis heute zusammengefasst.

Das Werk umfasst rund 7 Aktenordner in dem zahlreiche Berichte, Protokolle, Zeitungsausschnitte und Bilder vergangener Tage chronologisch abgeheftet. Diese Sammlung bedeutet einen unschätzbaren Wert und wird dementsprechend an einem sicheren Ort verwahrt.

 

Diese kleine Broschüre wurde im Jubiläumsjahr 1994 zum 125 jährigen Bestehen überarbeitet und steht jedem Bürger bzw. Besucher und Gast unserer Stadt bei Bedarf zur Verfügung.

An dieser Stelle sei Günther Wulf noch mal unser Herzlicher Dank ausgesprochen.

   

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